Kognitive Verhaltenstherapie

Die Kognitive Verhaltenstherapie hat ihren Ursprung in den psychologischen Lerntheorien. Sie ist bis heute eng mit Erkenntnissen aus der Forschung in Psychologie und anderen Wissenschaften verbunden und entwickelt sich beständig weiter. Eine Vielzahl von Studien hat die Wirksamkeit der kognitiven Verhaltenstherapie bei der Behandlung von psychischen Störungen belegt. Kognitive Verhaltenstherapie gehört daher zu den Verfahren, die von den Kassen übernommen werden. In den letzten Jahren entwickelten sich um die Kognitive Verhaltenstherapie herum eine Reihe neue Methoden und Verfahren, wie die Schematherapie und die Akzentanz- und Commitmenttherapie (ACT). Diese sind in Deutschland nicht als eigenständige Therapieverfahren von den Kassen anerkannt, lassen sich aber gut mit dem Theoriegebäude der Kognitiven Verhaltenstherapie verbinden. Einige dieser Verfahren möchte ich im Weiteren vorstellen.

Ziel der kognitiven Verhaltenstherapie ist eine Stärkung der Selbstwirksamkeit, einer Erhöhung der Flexibilität im Umgang mit belastenden Situationen und die Erreichung einer größeren Unabhängigkeit und persönlichen Freiheit im Leben der Patienten. Im Therapiegespräch kann der Therapeut unterstützen, Ziele und Lösungsmöglichkeiten zu formulieren. Die Umsetzung und das Ausprobieren neuer Wege unterliegt dabei dem Klienten. Eigenaktivität in Form von Übungen und Selbstbeobachtung ist ein zentrales Merkmal kognitiver Verhaltenstherapie. Insgesamt versuchen kognitive Verhaltenstherapeuten ihre Patienten dabei zu unterstützen, baldmöglichst wieder ohne Therapie zurecht zu kommen.

Verhaltenstherapeuten suchen nicht vorrangig nach den aller-ersten Auslösern langjähriger Probleme, sondern versuchen vielmehr aktuell an den Faktoren anzusetzen, welche die Aufrechterhaltund und Stabilsierung des Problems bedingen.

 Die Akzeptanz- und Commitment Therapie (ACT) wurde 1999 erstmals von S. Hayes, K. Strosahl und K. Wilson umfassend beschrieben. Es ist eine junge Methode, die sich aus der kognitiven Verhaltenstherapie heraus entwickelte, deren Ideen schnell Aufmerksamkeit auf sich zogen und die in ihrer kurzen Zeit beachtliche Impulse für die Weiterentwicklung der Kognitiven Verhaltenstherapie auf den Weg brachte. Verkürzt besteht die Grundidee von ACT darin, aus dem Kampf mit Gedanken und Emotionen auszusteigen, der kennzeichnend für viele psychische Störungen ist. Gleichzeitig geht es im die Entwicklung von dem, was uns in unserem Leben wichtig ist, unseren Werten und Orientierungen. Das Wort Akzeptanz steht für eine annehmende Haltung gegenüber unseren Emotionen und Gedanken. Commitment für ein engagiertes Einsetzen für unsere Werte.

Schematherapie stellt eine weitere Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie dar. Sie wurde von Jeffrey Young in New York entwickelt und erstmals beschrieben. In Europa wurde sie vor allem von der Arbeitsgruppe um Arnoud Arntz (Maastricht) erforscht und fortentwickelt. Der große Verdienst der Schematherapie liegt darin, dass sie die Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie um Elemente aus anderen Therapieschulen wie der Gestalttherapie, den "Teile-Ansätzen" (z.B. Ego-State-Therapie) und psychodymanischen Konzepten erweitert. Schemattherapie fokussiert mehr auf das emotionale Erleben statt auf eine bestimmte Symptomatik, sie bezieht zudem stärker biografische Aspekte in die Therapie ein.

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